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Schleichers – Die Buchhandlung an der FU Berlin

   
 
 
 
 
Saša Stanišić. Fallensteller
Luchterhand Verlag
 
 
Datum: Donnerstag, 30.06.2016, 19.30Uhr
 
Moderation: Dr. Joachim Scholl
 
Ort: Museen Dahlem, Lansstr.8, 14195 Berlin
Eintritt: 12,-€ / 8,-€ / 3,-€ (Studierende/Schüler)
 
Acht ganz unterschiedliche Erzählungen hat Saša Stanišić hier versammelt, denen aber die liebevolle Behandlung der oft skurrilen Typen und magischen Orte gemeinsam ist, die unerwartete Wendungen herbeiführen. Jede dieser Geschichten über "Fallensteller" hat ihren eigenen Ton, und der Leser kann sich erfreuen an Sprachwitz, ungewöhnlichen Assoziationen und unerwarteten Vergleichen, selbst die Fußball-WM und die politische Lage werden dazu herangezogen, ohne dass sie der Lächerlichkeit preisgegeben werden. Titelgebend für den Band ist die vorletzte Geschichte, die zusammen mit den beiden sie umrahmenden durch die Übereinstimmung von Ort, Zeit und Personen an Stanišićs Bestseller "Vor dem Fest" erinnert. Auch die anderen Erzählungen lassen sich in Gruppen zusammenfassen, verbunden etwa durch den Ich-Erzähler. Unbedingt lesenswert! (literaturkurier)
 
stanisic auto web           © Katja Sämann 

 

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vergangene Veranstaltungen
 
 
   
     
Wilfried F. Schoeller. Franz Marc. Biografie
Hanser Verlag
 
Datum: Mittwoch, 13.04.2016, 19.30Uhr
 
Moderation: Thomas R. Hoffmann
 
Ort: Museen Dahlem, Lansstr.8, 14195 Berlin
Eintritt: 12,-€ / 8,-€ / 3,-€ (Studierende/Schüler)
 
Wilfried F. Schoellers große Franz Marc Biographie zeigt den Menschen hinter dem Klischee des Tiermalers, der Harmonie und der Idylle.
Mit ihm zog die moderne Kunst auf Postern in Deutschlands Wohnzimmer ein. Wer aber war dieser Franz Marc, der vor 100 Jahren, gerade einmal 36 Jahre alt, im Krieg ums Leben kam? Was trieb ihn dazu, die Welt ganz neu zu sehen und zu malen? Wilfried F. Schoeller arbeitet in seiner reich illustrierten Biographie jenen Künstler heraus, dem man nicht auf Postkarten, sondern nur vor seinen Bildern begegnet. Er hat neue Quellen gefunden, die überraschende Entdeckungen liefern. Schoeller stellt Marc als einen Individualisten vor, der in enger Beziehung zu den europäischen Künstlerkollegen seiner Zeit stand, sich aber freilich von keiner Mode vereinnahmen ließ - der beste Weg, ihn als radikalen Künstler neu zu entdecken.
 
 
Schoeller cMartin Schoeller web        © Martin Schoeller
 
schoeller franz marc
     
Friedrich Christian Delius Die Liebesgeschichtenerzählerin.
Rowohlt Verlag
 
 
Datum: Donnerstag, 28.04.2016, 19.30Uhr
 
Moderation: Dr. Uwe Wittstock
 
Ort: Museen Dahlem, Lansstr.8, 14195 Berlin
Eintritt: 12,-€ / 8,-€ / 3,-€ (Studierende/Schüler)
 
„Das Vergangene", schreibt Harry Mulisch, „ist ebenso unsicher wie die Zukunft. In der Zukunft kann (fast) alles noch geschehen – doch auch in der Vergangenheit kann fast alles geschehen sein.“
 
Marie von Schabow, geboren 1920, verheiratet seit 1941 mit Reinhard von Mollwitz, vierfache Mutter, erfüllt sich kurz vor ihrem 50.Geburtstag den Wunsch, endlich das Buch ihrer Familiengeschichte zu beginnen: drei Liebesgeschichten, drei Lebensentwürfe in drei Kriegen.
Anfang 1970 begleiten wir sie auf einer Bahnreise nach Holland, wo sie in den königlichen Archiven Dokumente über ihre während der napoleonischen Kriege illegitim gezeugte Ururgroßmutter Minna aufzufinden hofft. Ihre Eindrücke auf der Reise, die Gedanken über ihr eigenes Erleben und das ihrer Eltern und der Großeltern in den Kriegen und Nachkriegszeiten des
20. Jahrhunderts ergeben das Gerüst für das geplante Buch. Der Leser wird hineingezogen wie in einen Film, dessen einzelne Schnitte nach und nach die Lebenswirklichkeit der Menschen abbilden, die in zusammenbrechenden Ordnungen aus ihren Lebensbahnen geworfen werden, Verlust und Tod, Not und Vertreibung erleiden müssen.
Es ist ein verständnisvolles, liebevolles Erinnern mit großer Empathie, in einer unaufgeregten, nachdenklichen Sprache geschrieben. Kein Gedanken-Absatz endet mit einem Punkt: So war es! Er endet mit einem Gedankenstrich: So könnte es gewesen sein - so könnten es unsere Vorfahren empfunden haben.
 
delius c juergen bauer web       © Jürgen Bauer
 
Delius
     
Harald Welzer. Die smarte Diktatur. Der Angriff auf unsere Freiheit.
S.Fischer Verlag
 
Datum: Donnerstag, 19.05.2016, 19.30Uhr
 
Moderation: Christian Richter
 
Ort: Museen Dahlem, Lansstr.8, 14195 Berlin
Eintritt: 12,-€ / 8,-€ / 3,-€ (Studierende/Schüler)
 
Mitten in der Demokratie wächst ein neuer Typ von Diktatur heran: die smarte Diktatur. Die Machtübernahme geschieht unauffällig, denn die neuen Diktatoren tragen keine Uniformen und arbeiten nicht mit Spitzeln: was die Überwacher brauchen, liefern die Bürger selbst mit jedem Klick. In der smarten Diktatur sind Konsum und Überwachung ein- und dasselbe; Hyperkonsum zerstört nicht nur den Planeten, sondern auch die Voraussetzungen der Freiheit - unserer Freiheit. Was die Frage aufwirft: Wollten wir jemals so sein? Hatten wir uns eigentlich als Konsumzombies entworfen, die ihre Selbstbestimmung freiwillig aufgeben, oder als freie Menschen, die ihre Welt selbst gestalten? Werden Bequemlichkeit und Kaufwahn einmal die Ursachen für den Verlust der Demokratie gewesen sein? Kraftvoller noch als in seinem Bestseller Selbst denken zeigt
Harald Welzer, wie scheinbar unverbundene Themen wie Big Data, Landraub, Klimawandel, Migration und Ungleichheit zusammenhängen.
Es ist höchste Zeit, den Kampf gegen die smarten Diktatoren aufzunehmen! Zuschauen ist keine Haltung! - Ein leidenschaftliches Buch gegen den Marsch in die Unfreiheit.
 
Harald Welzer, geboren 1958, ist Direktor von Futurzwei – Stiftung Zukunftsfähigkeit und Professor für Transformationsdesign an der Universität Flensburg. Daneben lehrt er an der Universität Sankt Gallen.
 
AF Welzer Harald 9149.web       © Wolfgang Schmidt
 
welzer diktatur
     
Heinz Bude. Das Gefühl der Welt. Über die Macht von Stimmungen.
Hanser Verlag
 
Datum: Donnerstag, 02.06.2016, 19.30Uhr
 
Moderation: Christian Richter
 
Ort: Museen Dahlem, Lansstr.8, 14195 Berlin
Eintritt: 12,-€ / 8,-€ / 3,-€ (Studierende/Schüler)

Wie ist die Stimmung? Nicht so gut.
Von Zuversicht kann keine Rede sein. Wir fühlen uns bedroht, wollen das Erreichte sichern. Wer weiß, was die Zukunft bringt? Für Heinz Bude sind Stimmungen die Gefühle der Gesellschaft. Er analysiert, wie sie entstehen, wie sie beeinflusst werden können, aber auch, wie sie kippen können. Stimmungen entscheiden darüber, wie wir die Welt wahrnehmen, deshalb ist es Politikern so wichtig, die Stimmung der Wähler zu kennen. Heinz Bude zeigt, warum Stimmungen in der Politik oft mehr entscheiden als Argumente. Stimmungen sind vage, flüchtig und unberechenbar. Aber wer verstehen will, wie unsere Demokratie funktioniert, muss von ihrer Macht über die Menschen wissen.
 
Heinz Bude, Jahrgang 1954, studierte Soziologie, Philosophie und Psychologie. Von 1997 bis 2015 leitete er den Bereich Die Gesellschaft der Bundesrepublik am Hamburger Institut für Sozialforschung, seit 2000 ist er Inhaber des Lehrstuhls für Makrosoziologie an der Universität Kassel.
 
Heinz Bude 2016 web© Peter-Andreas Hassiepen
 
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