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Schleichers – Die Buchhandlung an der FU Berlin

   
 
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Die Veranstaltung ist AUSVERKAUFT.
 
 
Navid Kermani. Sozusagen Paris. Roman
Hanser Verlag
 
Datum: Mittwoch, 22.02.2017, 19.30 Uhr
 
Moderation: Christian Richter
 
Ort: Museen Dahlem, Lansstr.8, 14195 Berlin
Eintritt: 12,-€ / 8,-€ / 3,-€ (Studierende/Schüler)
 
Der neue Roman von Navid Kermani, dem Friedenspreisträger des Deutschen Buchhandels 2015.

Ein Schriftsteller hat einen Roman geschrieben über die große Liebe seiner Jugend. Nach einer Lesung steht eine Frau vor ihm, die er nicht erkennt. Aber sie ist es. Er ist jetzt Autor, sie ist seine Romanfigur – und aus dem jungen Mädchen von damals ist ganz offensichtlich eine interessante, auch anziehende, aber verheiratete Frau geworden. Die Situation wird etwas komisch: Man setzt sich zusammen, trinkt ein Glas Wein, redet über französische Liebesromane, fragt sich, was man von der  Liebe erwartet, wenn man älter geworden ist. Juttas Mann sitzt im Nebenzimmer – wie soll das alles enden? Navid Kermani offeriert einen Liebesroman ganz eigener Art; tiefgründig, überraschend, witzig.

Navid Kermani, Romancier, Essayist, Orientalist, geboren 1967 in Siegen, lebt in Köln. Für sein umfangreiches Werk erhielt er unter anderem den Kleist-Preis, den Joseph-Breitbach-Preis und 2015 den Friedenspreis des Deutschen Buchhandels.
 
Kermani
      Foto: Peter-Andreas Hassiepen
 
sozusagen paris
     
 
Kooperationsveranstaltung mit Aktion Sühnezeichen Friedensdienste e.V. und der Evangelischen Kirchengemeinde Dahlem
 
Judith N. Levi. Reise der Versöhnung. Eine Jüdin entdeckt ein verändertes Deutschland
Hentrich & Hentrich Verlag
 
Datum: Mittwoch, 29.03.2017, 19.00Uhr
 
Buchvorstellung und Gespräch
 
Moderation: Helmut Ruppel
 
Ort: St.-Annen-Kirche, Königin-Luise-Str. 55, 14195 Berlin
Eintritt: erm. 8,-€ / 3,-€ (Studierende/Schüler)
 
Judith N. Levi, als Tochter deutscher Juden in Amerika geboren, glaubte Jahre lang, das Deutschland der Gegenwart sei durch seine Nazivergangenheit unausweichlich vergiftet. Doch eine Reihe von Besuchen in Deutschland öffneten ihr die Augen. Sie baute sich einen großen deutschen Freundeskreis auf und lernte, den Menschen, die sie verachtet hatte, mit Anteilnahme und Verständnis zu begegnen. Sie entdeckte das fehlende deutsche Puzzleteil ihrer Identität und begann, die positiven Auswirkungen deutsch-jüdischer Versöhnung zu schätzen. Heute hält sie vor amerikanischem und deutschem Publikum Vorträge über ihre Erfahrungen in Deutschland und ihre Einsichten zum Thema Versöhnung. Ihre einzigartige und mitreißende Geschichte inspiriert nicht nur Deutsche und Juden, sondern alle Menschen.
 
Aus dem Englischen übersetzt von Isabelle Wagner
 



 
 
 
      Autor Levi
             Foto: privat
 levi
     
 
Heinz Schilling. 1517. Weltgeschichte eines Jahres
C.H. Beck Verlag
 
Datum: Mittwoch, 05.04.2017, 19.30Uhr
 
Moderation: Johann Hinrich Claussen
 
Ort: Museen Dahlem, Lansstr.8, 14195 Berlin
Eintritt: 12,-€ / 8,-€ / 3,-€ (Studierende/Schüler)
 
"1517" ist das etwas andere Buch zum Reformationsjahr. Es schaut nicht auf den Bauchnabel Wittenberg, sondern auf die ganze Welt. Wie sah diese Welt zur Zeit Luthers eigentlich aus? Heinz Schilling, einer der großen Kenner der Epoche, nimmt uns mit auf eine faszinierende Zeitreise, die uns nach Italien und Spanien, zu den Osmanen, an den chinesischen Kaiserhof und ins Reich der Azteken führt.
In diesem Buch wird das Zeitalter der Reformation aus einem ungewohnten Blickwinkel betrachtet. Es nimmt die Ereignisse von 1517 als Ausgangspunkt für eine Erkundung der Welt, in der Luther und seine Zeitgenossen lebten. Fremde Länder und Kontinente rücken dabei ins Licht, Machtkonstellationen und Lebensverhältnisse werden besichtigt, wir lernen den Geld- und Warentransfer kennen, die Erfindungen der Gelehrten und die Entdeckungen der Abenteurer. Neben die religiösen Kämpfe tritt der nach wie vor lebendige Glaube an Magie, Hexen und Dämonen. Spannend, kurzweilig und höchst informativ präsentiert Heinz Schilling einen der originellsten Beiträge zum Reformationsjahr.
 
Heinz Schilling ist em. Professor für Europäische Geschichte der frühen Neuzeit an der Humboldt-Universität zu Berlin. Zuletzt erschien von ihm 2012 seine viel gerühmte Biographie Martin Luther. Rebell in einer Zeit des Umbruchs, die mittlerweile in der vierten Auflage vorliegt.
 
Johann Hinrich Claussen ist Kulturbeauftragter der Evangelischen Kirche in Deutschland und Autor von mehreren theologischen Werken im C.H. Beck Verlag.
 
 
autor schilling 
          Foto: Joakim S. Enger
 
schilling
     
 
Götz Aly. Europa gegen die Juden. 1880 – 1945
Fischer Verlag
 
Datum: Dienstag, 25.04.2017, 19.30Uhr
 
Moderation: Christian Richter
 
Ort: Museen Dahlem, Lansstr.8, 14195 Berlin
Eintritt: 12,-€ / 8,-€ / 3,-€ (Studierende/Schüler)
 
In seiner neuen, großen Gesamtdarstellung zeigt der bekannte Historiker Götz Aly, dass der Holocaust nicht allein aus der deutschen Geschichte heraus erklärbar ist. Sowohl in West- als auch in Osteuropa hatten Antisemitismus und Judenfeindschaft seit 1880 sprunghaft zugenommen – angetrieben von Nationalismus und sozialen Krisen. Erstmals stellt Götz Aly hier den modernen Antisemitismus als grenzüberschreitendes Phänomen dar. Ohne die Schuld der deutschen Täter zu mindern, zeigt er, wie Rivalität und Neid, Diskriminierung und Pogrome seit Ende des 19. Jahrhunderts vielerorts dazu beigetragen haben, den Boden für Deportationen und Völkermord zu bereiten. Während des Zweiten Weltkriegs ermordeten die nationalsozialistischen Besatzer schließlich sechs Millionen Juden, die meisten in Osteuropa, teils unter Mithilfe lokaler Polizei und Behörden. Mit seinem gesamteuropäischen Blick ermöglicht Götz Aly ein neues, umfassendes Verständnis des Holocaust.
 
Götz Aly ist Historiker, Journalist und Träger des Bundesverdienstkreuzes am Bande. Er arbeitete für die taz, die Berliner Zeitung und als Gastprofessor. Seine Bücher werden in viele Sprachen übersetzt.
 
autor ali
          Foto: Andreas Labes
 
aly
     
 
Eva Menasse.Tiere für Fortgeschrittene
Kiepenheuer & Witsch Verlag
 
Datum: Donnerstag, 04.05.2017, 19.30Uhr
 
Moderation: Joachim Scholl
 
Ort: Museen Dahlem, Lansstr.8, 14195 Berlin
Eintritt: 12,-€ / 8,-€ / 3,-€ (Studierende/Schüler)
 
 
Raupen, die sich ihr eigenes Grab schaufeln, Haie, die künstlich beatmet werden, Enten, die noch im Schlaf nach Fressfeinden Ausschau halten, Schafe, die ihre Wolle von selbst abwerfen. Jede von Eva Menasses Erzählungen geht von einer kuriosen Tiermeldung aus und widmet sich doch ganz der Gattung Mensch. Wie in ihrem ersten, hochgelobten Erzählungsband »Lässliche Todsünden« studiert sie ihre Objekte mit einem liebevollen und unerbittlichen Forscherinnenblick.

Jahrelang hat Eva Menasse Tiermeldungen gesammelt, die ihr, wie umgekehrte Fabeln, etwas über menschliche Verhaltensweisen zu verraten schienen. Wer daran Vergnügen hat, kann teilhaben am Gestaltungsprinzip ihrer Erzählungen, indem er Mustern und Motiven nachspürt. Alle anderen Leser werden sich, wie bei Menasses bisherigen Büchern, von ihrem erzählerischen Talent mitreißen lassen, einer Mischung aus pointiertem Witz, Geheimnis und melancholischem Ernst.

Geboren 1970 in Wien, lebt Eva Menasse seit 2003 als freie Schriftstellerin in Berlin. Ihr Debütroman Vienna sowie ihre folgenden Erzählungen und Essays waren bei Kritik und Lesern ein großer Erfolg

 
 
 
autor menasse 
          Foto: juergen-bauer.com
 
 
 
menasse
     
 
Dirk Kurbjuweit. Die Freiheit der Emma Herwegh. Roman
Hanser Verlag
 
Datum: Dienstag, 16.05.2017, 19.30Uhr
 
Moderation: Christian Richter
 
Ort: Museen Dahlem, Lansstr.8, 14195 Berlin
Eintritt: 12,-€ / 8,-€ / 3,-€ (Studierende/Schüler)
 
Alles, was Emma tut, tut sie ganz. Ihre Heirat mit dem revolutionären Dichter Georg Herwegh ist ein Skandal. Sie, die Tochter aus gutem Hause, geht ins Paris von Marx und Heine. Sie reiht sich 1848 als einzige Frau in den bewaffneten Trupp, der die Revolution von Frankreich in die Heimat tragen soll. Doch als Herwegh sich unsterblich in Natalie verliebt, die Frau seines Genossen Alexander Herzen, wird das Programm der freien Liebe zu einem Kampf um Treue und Verrat. Packend, aus größter Nähe erzählt Dirk Kurbjuweit von einer Frau, die sich den Vorurteilen ihrer Zeit nicht beugt. Er macht uns Emma zu unserer Zeitgenossin, eine Frau, die beides will, die ganze Freiheit und das ganz persönliche Glück.

Dirk Kurbjuweit war von 1990 bis 1999 Redakteur bei der ZEIT, dann beim Nachrichtenmagazin Der Spiegel als Reporter, stellvertretender Leiter des Hauptstadtbüros, politischer und heute stellvertretender Chefredakteur.

 
 
 
Autor Kurbjuweit hf Sauer 
          Foto: Sabine Sauer
 
kurbjuweit
     
Michael Naumann. Glück gehabt. Ein Leben
Hoffmann & Campe Verlag
 
Datum: Dienstag, 30.05.2017, 19.30Uhr
 
Im Gespräch mit  Peer Steinbrück
 
Moderation: Christian Richter
 
Ort: Museen Dahlem, Lansstr.8, 14195 Berlin
Eintritt: 12,-€ / 8,-€ / 3,-€ (Studierende/Schüler)
 
"Ein zielstrebiges Leben habe ich nie geführt", schreibt Michael Naumann über sich selbst. Was ihn antrieb, war eine unstillbare Neugier auf die Welt. Als Kind erlebte er in seiner Geburtsstadt Köthen den Bombenhagel des Zweiten Weltkriegs, sein Vater fiel bei Stalingrad. Im Alter von elf Jahren floh er 1953 mit seiner Mutter aus der DDR nach Hamburg. Die wilden Sechziger verbrachte er als Student in München. In seinen glänzend geschriebenen, durchaus selbstkritischen Erinnerungen blickt Michael Naumann zurück auf ein bewegtes Leben als Journalist, Hochschullehrer, Verleger und Politiker.
Er erzählt von Begegnungen mit Helmut Schmidt, Marion Gräfin Dönhoff und Heinrich Maria Ledig-Rowohlt, mit Gerhard Schröder, Oskar Lafontaine, Otto Schily und Joschka Fischer. Seine Erinnerungen an bedeutende Autoren wie Harold Brodkey, Herta Müller, Paul Auster, Siri Hustvedt, Peter Nádas oder Thomas Pynchon gleichen Glücksmomenten eines Büchernarren. Als Gründungsdirektor der "Barenboim-Said Akademie" in Berlin stößt er schließlich auf das deutsche Baurecht und die erstaunlichen Auflagen des labyrinthischen Hochschulrechts.
 
Michael Naumann wurde 1941 in Köthen (Anhalt) geboren. Er studierte Politik, Geschichte und Philosophie in Marburg, München und Oxford und promovierte mit einer Arbeit über Karl Kraus, ehe er sich mit einer Studie über den "Strukturwandel des Heroismus" habilitierte. Als Journalist arbeitete er für "Die Zeit" und den "Spiegel". 1985 übernahm er die Leitung der Rowohlt Verlage. Zehn Jahre darauf ging er nach New York und leitete dort die Verlage Metropolitan Books und Henry Holt. 1998 berief ihn Gerhard Schröder in sein Kabinett als Staatsminister für Kultur und Medien. Nach zwei Jahren im Amt wurde er 2001 Chefredakteur und Herausgeber der "Zeit". Im Jahr 2008 war er Kandidat der SPD für das Amt des Ersten Bürgermeisters in Hamburg. Heute ist Michael Naumann Gründungsdirektor der "Barenboim-Said Akademie" in Berlin.
 
 
 
 
 
       
 
michael naumann
     

Uwe Soukup.Der 2. Juni 1967. Ein Schuss, der die Republik veränderte
Transit Verlag
 
Datum: Donnerstag, 15.06.2017, 19.30Uhr
 
Moderation: Christian Richter. Zeitzeugen anwesend!
 
Ort: Museen Dahlem, Lansstr.8, 14195 Berlin
Eintritt: 12,-€ / 8,-€ / 3,-€ (Studierende/Schüler)
 
Es gibt in der deutschen Nachkriegszeit kein Ereignis, das politisch, kulturell und mentalitätsgeschicht-
lich eine solche Bedeutung hatte wie der Schuss auf Benno Ohnesorg am 2. Juni 1967 in Berlin.
Uwe Soukup, der beste Kenner der Umstände dieses Geschehens, der Vorgeschichte und Folgen,
hat akribisch recherchiert, beteiligte Personen bzw. Zeugen befragt und neueste Erkenntnisse
die Hintergründe berücksichtigt.
Sein Buch ist die nüchterne und aufwühlende Erzählung eines Tages, eines Mordes und dessen
politischer Folgen.

Uwe Soukup ist Journalist und arbeitete für den Tagesspiegel, die taz und den SPIEGEL.
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