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Aktuelle Veranstaltungen

Slata Roschal. Ich möchte Wein trinken und auf das Ende der Welt warten

Eine Veranstaltung im und vom LCB.

Datum: Montag, 8. April 2024, 19.30 Uhr

Ort: Literarisches Colloquium Berlin · Am Sandwerder 5 · 14109 Berlin
Eintritt:  8,-€ / 5,-€, Tickets online bestellen

Moderation: Tom Bresemann

Nach ihrem Romandebüt »153 Formen des Nichtseins« (Homunculus, 2022) erscheint nun Slata Roschals zweiter Roman »Ich möchte Wein trinken und auf das Ende der Welt warten« im claassen Verlag: Maria Nowak hat alles, was nach gängigen Kategorien eine geglückte Biographie ausmacht. Und doch sitzt sie in einem Hotelzimmer und denkt darüber nach, alles hinter sich zu lassen: ihren Mann, ihre Kinder, möglicherweise ihr Leben. Zerrissen von einer unbestimmbaren Unzufriedenheit und getrieben von Überforderung, nimmt sie einen Übersetzungsauftrag an, der alles verändert. Im Austausch mit fremden Toten und deren verschlungenen Lebenswegen stellt sich die Frage nach dem guten Leben überraschend anders …In der nur zweitägigen Handlungszeit entfaltet Slata Roschal virtuos das komplexe Innenleben der Protagonistin und greift diverse gesellschaftliche Themen auf. Ihr erster Roman war 2022 für den Deutschen Buchpreis nominiert; mit ihrem neuen Buch beweist sich die Lyrik- und Romanautorin erneut als eine der interessantesten jungen Stimmen der deutschsprachigen Gegenwartsliteratur.

Matthias Jügler. Maifliegenzeit

 

Eine Veranstaltung im und vom LCB.

Datum: Dienstag, 9. April 2024, 19.30 Uhr

Ort: Literarisches Colloquium Berlin · Am Sandwerder 5 · 14109 Berlin
Eintritt:  8,-€ / 5,-€, Tickets online bestellen

Moderation: Katharina Warda

„Der Tod eines Neugeborenen gehört zu den Dingen, die am äußersten Rand unserer Vorstellungskraft liegen“, beschreibt Matthias Jügler in seinem neuen Roman »Maifliegenzeit« (Penguin, 2024) den Albtraum aller Eltern. Die Protagonistin Katrin muss einen solchen Verlust erleben. Ihr Zweifel aber, ob das Kind tatsächlich gestorben ist, lässt die Beziehung mit dem Vater Hans zerbrechen. Jahre später – die DDR ist inzwischen längst Geschichte – stellt Hans Nachforschungen an. Er wird nicht nur mit schweigenden Behörden zum Thema Zwangsadoption in der DDR konfrontiert. Als der inzwischen erwachsene Sohn plötzlich Kontakt zu ihm aufnimmt, muss er sich auch mit seinen eigenen Fehlern auseinandersetzen. Jügler, der 2014 mit einem Aufenthaltsstipendium des Berliner Senats Hausgast im LCB war, greift in seinem Roman einen gleichermaßen aufwühlenden wie erst in den vergangenen Jahren in den Fokus gerückten Teil ostdeutscher Geschichte mit seiner prägnanten Sprache literarisch auf.

Mathias Énard. Tanz des Verrats

Eine Veranstaltung im und vom LCB.

Datum: Montag, 15. April 2024, 19.30 Uhr

Ort: Literarisches Colloquium Berlin · Am Sandwerder 5 · 14109 Berlin
Eintritt:  8,-€ / 5,-€, Tickets online bestellen

Moderation: Nora Bossong

September 2001, ein Kongress auf der Havel. Gewürdigt wird Paul Heudeber, Mathematiker, Kommunist und KZ-Überlebender, der spätestens seit seinem ungeklärten Tod Heiligenstatus genießt. Alle Blicke der Anwesenden wandern verstohlen zu Maja Scharnhorst, Pauls große Liebe. Mit 83 ist sie faszinierend wie eh und je und selbst eine Legende, die sich irgendwann für eine Karriere im Westen entschieden hat – ohne Paul. Als plötzlich die Bilder der zerstörten Twin Towers die Kongressgesellschaft erreichen, nimmt die Veranstaltung eine ganz andere Wendung. Und es ist an Irina, Paul und Majas Tochter, die losen Fäden ihrer Geschichte zu entwirren und neu zu verflechten.

Im Gespräch mit der Schriftstellerin Nora Bossong stellt der Goncourt-Preisträger Mathias Énard seinen Roman »Tanz des Verrats« (Ü: Holger Fock und Sabine Müller, Hanser, 2024) vor. Wie in all seinen Büchern beherrscht Énard dabei das Zusammenspiel von Spannung und Tiefgang und verknüpft elegant Gegenwart und Geschichte. »Tanz des Verrats« ist ein Roman über Widerstand, Liebe, Verrat und den Trost der Mathematik in einer von Gewalt erschütterten Welt.

Adania Shibli. Eine Nebensache

Eine Veranstaltung im und vom LCB.

Datum: Donnerstag, 18. April 2024, 19.30 Uhr

Ort: Literarisches Colloquium Berlin · Am Sandwerder 5 · 14109 Berlin
Eintritt:  8,-€ / 5,-€, Tickets online bestellen

Moderation: Arnon Grünberg
In englischer Sprache

In den vergangenen Monaten war viel von Adania Shibli die Rede, doch nur selten ging es im öffentlichen Diskurs um ihren Roman »Eine Nebensache« (Ü: Günther Orth, Berenberg, 2023). Heute Abend soll dieses Buch im Mittelpunkt stehen, das aus zwei Teilen besteht: Im ersten wird erzählt, wie eine Truppe israelischer Soldaten 1949 in der sengenden Hitze der Negevwüste einen Posten errichtet. Ein Beduinenmädchen wird von den Soldaten entführt, missbraucht und ermordet. Im zweiten Teil versucht eine junge Frau aus Ramallah Jahrzehnte später, mehr über diesen Vorfall herauszufinden. Sie ist besessen davon, nicht zuletzt, weil die Tat sich auf den Tag genau fünfundzwanzig Jahre vor ihrer Geburt zugetragen hat – eine „Nebensache“, die ihr Leben mit dem des Mädchens verknüpft.

Das Leben der Protagonistin ist geprägt von Grenzen, die sie abschätzen muss, manchmal verkennt und überschreitet. Shiblis Werk testet auch unsere Grenzen aus. Was empfinden wir als gerecht? Wie bedingungslos sind wir bereit zuzuhören? Im Gespräch mit dem niederländischen Schriftsteller Arnon Grünberg (zuletzt »Gstaad«, Ü: Rainer Kersten, Die Andere Bibliothek, 2023) stellt Shibli ihren Roman vor.

Olga Martynova. Such nach dem Namen des Windes

Eine Veranstaltung im und vom LCB.

Datum: Freitag, 19. April 2024, 19.30 Uhr

Ort: Literarisches Colloquium Berlin · Am Sandwerder 5 · 14109 Berlin
Eintritt:  8,-€ / 5,-€, Tickets online bestellen

Gesprächspartner: Steffen Popp

Im Gespräch mit Olga Martynova stellte Steffen Popp vor einigen Jahren seinen Lyrikband »118« (kookbooks, 2017) vor. Anlässlich des Erscheinens von Olga Martynovas neuem Gedichtband »Such nach dem Namen des Windes« (S. Fischer, 2024) werden nun die Rollen getauscht. Als Lyrikerin arbeitet Olga Martynova im Bewusstsein des reichen Erbes, das die avantgardistische Kunst des 20. Jahrhunderts hinterlassen hat. Zugleich bezieht sie sich etwa mit Dantes »Commedia« auf eine der Hauptquellen der europäischen Poesie, die aus der Trauer um eine gestorbene Frau entstand.

Die Gedichte lassen Raum für Trauer und die Eindrücke des Krieges, für Befragung und Wut, aber auch für das Alltägliche und die Bewunderung der Welt. Vom Ende der neunziger Jahre an hat Olga Martynova ihre Prosa auf Deutsch, ihre Gedichte auf Russisch geschrieben. Seit dem Tod ihres Mannes, des Dichters Oleg Jurjew, schreibt sie nicht mehr in russischer Sprache.

Gerhard Henschel. Schelmenroman

Eine Veranstaltung im und vom LCB.

Datum: Dienstag, 23. April 2024, 19.30 Uhr

Ort: Literarisches Colloquium Berlin · Am Sandwerder 5 · 14109 Berlin
Eintritt:  8,-€ / 5,-€, Tickets online bestellen

Weitere Gäste: Oliver Maria Schmitt und Susanne Fischer
Moderation: Katharina Teutsch

Die westdeutschen neunziger Jahre waren ein erstaunlich selbstgewisses Jahrzehnt. Den Eindruck bekommt man zumindest bei der Lektüre von Gerhard Henschels »Schelmenroman« (Hoffmann und Campe, 2024). Der Kalte Krieg war vorbei, das Ende der Geschichte schien erreicht und noch war die Welt verschont von digitalen Mentalitäten. So gab es eine unangefochtene vierte Gewalt im Land voller charismatischer Aufklärer, die sich gegenseitig beharkten. Springerpresse, Neues Deutschland, FAZ, Titanic: In diesem Umfeld erblühte die publizistische Karriere des Schriftstellers Gerhard Henschel, der jetzt den zehnten Teil seiner Autofiktion vorlegt und seinen Helden Martin Schlosser für die Titanic antreten lässt. Zusammen mit den anderen Redakteuren schwadroniert er nächtelang über Politik, Fußball und Literatur.

Mit Klaus Bittermann hatte Henschel 1994 das »Wörterbuch des Gutmenschen« herausgegeben, worin Polemiken gegen linken Sprachkitsch versammelt waren. Dafür – sowie für sein Buch »Das Blöken der Lämmer. Die Linke und der Kitsch« (beide Edition Tiamat) – hat er viel Lob, aber auch viel Tadel erhalten. »Schelmenroman« liefert jetzt die Chronik dieser publizistischen Ereignisse im Gewand der Autofiktion. Mit Gerhard Henschel diskutieren der Satiriker Oliver Maria Schmitt und die Literaturwissenschaftlerin Susanne Fischer.

Inka Parei. Humboldthain

Eine Veranstaltung im und vom LCB.

Datum: Donnerstag, 25. April 2024, 19.30 Uhr

Ort: Literarisches Colloquium Berlin · Am Sandwerder 5 · 14109 Berlin
Eintritt:  8,-€ / 5,-€, Tickets online bestellen

Moderation: Julia Schoch

Im Zentrum Ostberlins finden Bruno, Ina und ihr Sohn Julius in den neunziger Jahren ihr Zuhause. Sie genießen die Freiheit, die das neue, wiedervereinigte Berlin ihnen scheinbar bietet. Doch das Glück währt nicht lange. Brunos Leben wird unübersichtlich. Er verstrickt sich in Lügen, strauchelt privat wie beruflich und verlässt schließlich die Stadt. Fünfzehn Jahre später vermittelt eine Familienberaterin ein Treffen, das ihn, Ina und Julius wieder zusammenbringen soll – im Humboldthain, einem zentralen Ort von Brunos Kindheit. Doch die Begegnung auf einer Anhöhe in der Nähe des ehemaligen Flakbunkers im Park verläuft anders als erwartet. Eine fremde Frau erwartet Bruno, Ina kommt nicht. Die Motive der Beraterin sind uneindeutig. Die Situation spitzt sich zu, als Bruno mit Julius den Bunker aufschließt und die beiden Frauen ihnen folgen.

Nach »Die Kältezentrale« (2011) erscheint 2024 Inka Pareis vierter Roman »Humboldthain« (beide Schöffling & Co.). Eindrücklich erzählt die preisgekrönte Autorin davon, wie das Leben einer Familie von den Folgen der deutschen Nachkriegsgeschichte immer wieder durchkreuzt wird. Auch im Gespräch mit der Potsdamer Schriftstellerin Julia Schoch (zuletzt »Das Liebespaar des Jahrhunderts«, dtv, 2023) wird es um die Bedeutung von Geschichte und Erinnerung für das literarische Schreiben gehen.

Veranstaltungen im LCB

Für wunderbare Literaturveranstaltungen empfehlen wir das Programm des Literarischen Colloquiums Berlin.

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